Schließen

Kontakt

Kostenfreie Servicenummer

0 800/918 14 99

Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 8-14 Uhr


24-Stunden Entstörungsnummer

0 800/8060-3030


Zum Rückruf-Service

Zum Kontaktformular


E-Mail:
kunden@remove-this.evo-ag.de

Live-Chat

Wir sind nicht online und können daher keine Chats annehmen.
Bitte hinterlassen Sie uns hier eine Nachricht.
Zum Kontakt

EVO ServicePunkte

Bernardbau Offenbach

Herrnstraße 61
63065 Offenbach
 

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do 08.00 bis 18.00
Mi + Fr 08.00 bis 13.00
Sa 09.00 bis 14.00
Dietzenbach

Im Rathaus-Center (1. Stock)
Offenbacher Straße 9
63128 Dietzenbach

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Mi, Fr 10.00 bis 13.00
14.00 bis 18.00
Do 10.00 bis 13.00
14.00 bis 20.00
Sa 10.00 bis 14.00
Rodgau-Weiskirchen

Hauptstraße 92
63110 Rodgau-Weiskirchen

Öffnungszeiten:
Mo + Fr 09.00 bis 12.00
Seligenstadt

Frankfurter Straße 100
63500 Seligenstadt

Öffnungszeiten:
Mo, Mi, Fr 08.00 bis 12.00
Di + Do 08.00 bis 11.30
14.00 bis 17.30

EVO ServicePunkte in Ihrer Nähe
Anfahrtsbeschreibungen

FAQ

Fragen & Antworten

Produktwechsel
Rechnungen, Zähler, An-/Abmeldung
Service & Notfall
EVO OnlineService
Strom, Gas und Wasser
Fernwärme
Gesetze, Steuern und Abgaben
Energiesparen & Energiedienstleistungen
EVO Digital
EVO HotSpot
EVO MehrWert (Bonuswelt)
Kunden werben Kunden
EVO Solar
Smart Meter

Zum FAQ-Bereich

27.01.2016

Mit der EVO unterwegs

Die Herren über die EVO-Kohle

Der historische Hafenkran am Mainufer ist ein Wahrzeichen der Stadt und im Alltag ein unverzichtbares Arbeitsgerät. Wer den Kran bedient, ist an diesem Tag Herr über die EVO-Kohle, mit der im Kraftwerk Wärme und Strom erzeugt werden.

Ruhig liegt die „Stromtid“ am Kai des Offenbacher Hafens. Das 80-Meter-Schiff hat in der Nacht fest gemacht und wird an diesem Morgen entladen. Viereinhalb Tage Fahrt stromaufwärts liegen hinter Kapitän Rolf Bollhorn (67), der in Amsterdam Steinkohle für die Energieversorgung Offenbach (EVO) geladen hat. Salvatore Cardella (52) steht mit Kapitän Bollhorn am Anliegeplatz und gibt über Funk Anweisungen zum Löschen der Ladung an den Kranführer. Das ist an diesem Tag sein Bruder Liborio (55). Er sitzt im Führerhaus und steuert den rund drei Tonnen schweren Greifer zentimetergenau in die Ladeluke. Zusammen mit seinem Bruder Salvatore und Peter Podratzki-Raich sowie Schichtleiter Ralf Simmer und Kraftwerksbetriebsleiter Markus Kranz sind sie seit Jahren die Herren über die EVO-Kohle, die vom Schiffsbauch auf den Lagerplatz am Mainufer gehoben wird. Von dort gelangt sie über ein Förderband in das Offenbacher Heizkraftwerk auf der gegenüberliegenden Seite des Nordrings.

Rund 100.000 Tonnen Steinkohle benötigt das Heizkraftwerk pro Jahr, um Fernwärme und Strom zu erzeugen. Der Nachschub wird ausschließlich über Binnenschiffe von den großen Umschlaghäfen an der Nordsee oder direkt von einer der letzten Steinkohlezechen des Ruhrgebiets, der „Auguste Victoria“ in Marl, stromaufwärts gefahren. In der kalten Jahreszeit zwischen September und April machen im Durchschnitt zwei Schiffe pro Woche fest. An diesem Vormittag befüllen die Cardellas einen der beiden Tagesbunker des Kraftwerks,
der 500 Tonnen Kohle fasst. Tagesbunker nennen die Kraftwerker die beiden Vorratskammern des Heizkraftwerks.

Im nahen Kraftwerk am Nordring werden pro Jahr mittels Kraft-Wärme-Kopplung maximal 100 Megawatt thermische Energie für die Fernwärme und 60 Megawatt Strom erzeugt, schildert Kraftwerks-Betriebsleiter Markus Kranz. Dabei hat die Fernwärme stets Vorrang vor der Stromerzeugung. Insgesamt versorgt die EVO 2.180 Gebäude mit Fernwärme, dazu sind rund 145 Kilometer Leitungsnetz nötig. Die Fernwärme stammt jedoch nicht nur aus dem Heizkraftwerk am Nordring, sondern wird auch über das Müllheizkraftwerk an der Dietzenbacher Straße und das Bio-HKW auf dem Allessa-Gelände gespeist, was ihre Verwendung ökologisch besonders sinnvoll macht.

Den Kohlekran nennt Kranz liebevoll „unser altes Schätzchen“. Er wurde 1949 als letzter verbliebener Hafenkran wieder in Betrieb genommen. 15 Stundenkilometer schnell kann er auf seiner 53 Meter langen Ladebrücke rangieren. Doch erst seine genietete Eisengitterkonstruktion macht ihn zu einem Denkmal – einem künstlerisch wertvollen noch dazu. Denn seit der Luminale 2010 wird der Kohlekran in den Abend- und Nachtstunden von insgesamt 380 Meter langen LED-Leuchten rhythmisch beleuchtet.

Auch wenn der Kohlekran als Denkmal gelistet ist – an Altersschwäche leidet er keineswegs. Technisch ist er auf dem neuesten Stand, so wurde beispielsweise in den vergangenen Jahren das gesamte Fahrwerk erneuert. Im Führerhaus, rund 20 Meter über dem Boden, erinnert ebenfalls nichts mehr an Technik von anno Tobak. „Das ist wie eine Playstation für Erwachsene“, sagt Liborio Cardella und fasst die beiden Joysticks, mit denen er den Kran steuert.

Von seinem Arbeitsplatz aus hat Liborio Cardella einen guten Blick auf Offenbach und die Frankfurter Skyline im Westen. Im Hafen kann er zusehen, wie ein neuer Stadtteil wächst. Dafür wird auch der Kohlelagerplatz um rund ein Drittel verkleinert und der zukünftigen Bebauung angepasst. „Das ist eine echte Herausforderung“, sagt Cardella. „Aber wir schaffen das.“

Sehen Sie hier den Clip dazu:

 

 

Mehr zum Heizkraftwerk...



Jetzt den günstigen EVO Tarif sichern!

  • Energieverbraucher-Portal / Top Lokalversorger 2018
  • Energieverbraucher-Portal / Top Lokalversorger 2018