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10.03.2016

Vom Gasturm zur Lichtinstallation

Er ist 32 Meter hoch, aus rotem Backstein und steht unter Denkmalschutz: Der EVO-Gasturm ist am 2. Juli 1908 zusammen mit dem ehemaligen Gaswerk Nordring eingeweiht worden. Damit wurde eine neue Epoche des Industriezeitalters in Offenbach eingeleitet, denn immer mehr Unternehmer und Bürger hatte der Hunger nach immer mehr Energie erfasst.

Doch die Geschichte der Offenbacher Gasversorgung begann bereits einige Jahrzehnte zuvor. Genau genommen im Jahr 1848. Die ersten Gaslaternen brannten nachts in der Frankfurter Straße, Kanal-, Dom- und Schlossstrasse sowie auf dem Aliceplatz. Verantwortlich dafür waren unternehmungslustige Offenbacher, die die „Gasgesellschaft in Offenbach“ gegründet hatten. Ihren Firmensitz hatte das Unternehmen an der Ludwigstraße, wo sie das Gas erzeugten. Das Besondere daran: Die Offenbacher Gasversorgungsanlage diente als erste im Großherzogtum Hessen öffentlichen Zwecken.

Die junge Gesellschaft bestand jedoch nicht lange: Das Geld wurde schnell knapp und der drohende Konkurs konnte nur dank des beherzten Eingreifens eines Konsortiums Offenbacher Firmen im Jahr 1853 verhindert werden. Denn im Gas sahen viele Unternehmer die Energie der Zukunft. Die nackten Zahlen sprachen hierbei für sich: Die Zahl der „Privatflammen“ stieg innerhalb von drei Jahren von 100 auf 1.500 Anschlüsse; dreißig Jahre später waren es sogar schon 15.000. Das Gas hatte die Wohnungen der Bürger erobert. In den Offenbacher Straßen brannten zu Beginn der Gasversorgung 234 Laternen, dreißig Jahre später waren es 355.

Auf lange Sicht florierte das Geschäft mit dem Gas. So kam auch keine Kritik auf, als die Stadt sich in einem Vertrag zusichern ließ, den Betrieb nach 25 Jahren zu erwerben. Zu verlockend waren die Aussichten auf eine gute Rendite. 1879 war es soweit: Die private Gasgesellschaft ging für 720.000 Mark in den Besitz der Stadt über. Ihr neuer Name lautete fortan „Städtisches Gaswerk Offenbach“, ihre Jahreskapazität betrug mehr als eine Million Kubikmeter.

Gas war spätestens um die Jahrhundertwende zur beherrschenden Energieform geworden, was auch den technischen Entwicklungen geschuldet war. Carl von Auer erfand den Glühstrumpf, der durch seine Helligkeit das Gaslicht in jede Wohnung brachte. Und der Otto’sche Gasmotor verdrängte zunehmend die alte Dampfmaschine. Jeder benötigte auf einmal Gas. Die Orte Bürgel, Bieber und Rumpenheim suchten den Anschluss ans örtliche Gasnetz in Offenbach, dessen Leistungsfähigkeit mit fünf Millionen Kubikmetern Gas im Jahr erschöpft war. Aus diesem Grund baute die Stadt in den Jahren 1904 bis 1908 ein größeres Werk am Nordring; das alte Werk an der Ludwigstraße wurde geschlossen. Zu dieser Zeit hieß das Unternehmen erstmals „Städtisches Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerk“.

Erdgas kannte man damals noch nicht als Energieträger. Deshalb erzeugten die Gaswerke „Stadtgas“ oder „Leuchtgas“. Dies war der übliche Brennstoff in den Städten des 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Stadtgas diente der Beleuchtung, zum Heizen, Kochen und Backen, aber auch zum Antrieb von Gaskraftmaschinen. Das bei der Verbrennung von Steinkohle entstandene Rohgas wurde mit einer Temperatur von etwa 1.000 Grad zum Abkühlen und Waschen durch das Werk gepumpt. In diese Aufgabe wurde der Gasturm miteingebunden. Dabei fielen Ammoniak und Teer an, so dass es auf der Hand lag, nebenan eine Ammoniak- und Teerfabrik zu eröffnen.

1928 büßte der Turm seine Funktion als Wasserspeicher ein, denn die Offenbacher legten ihr Gaswerk still und beauftragten die Frankfurter Main-Gas-Werke mit der Gaserzeugung. Lediglich die Speicherung und Verteilung geschah vom Nordring aus. Ein Gasbehälter von 30.000 Kubikmetern Inhalt und einer von 15.000 Kubikmetern dienten zur Aufbewahrung des Vorratsgases.

Etwas voreilig hatten die Offenbacher auch ihr Betriebsgelände an der Andréstraße 71 an die Frankfurter abgetreten, mit Ausnahme des mittlerweile gebauten Elektrizitätskraftwerks, des Verwaltungsgebäudes, der Reglerstation und der Firmenwerkstatt. Dank einer Schutzklausel erhielten sie das verkaufte Gelände zurück – allerdings mussten sie dafür viel Geld berappen. Die Gaserzeugung blieb dennoch in den Händen der Nachbarstadt. Dafür wurde in Offenbach ein neues Kapitel Industriegeschichte aufgeschlagen: 1939 gründeten sich die Stadtwerke Offenbach, aus denen 1980 die EVO hervorgegangen ist.

Die Gasversorgung gelangte erst später zurück nach Offenbach, nachdem sie von 1968 an komplett in den Händen der Main-Gas-Werke lag. 1995 gründeten die EVO und die mittlerweile umfirmierte Maingas AG die Gasversorgung Offenbach GmbH (GVO). Das Unternehmen versorgt seitdem in Offenbach 24.000 Kunden und setzt im Jahr rund 725 Millionen Kilowattstunden ab. Seit Januar 2008 liefert die EVO erstmals Erdgas in den Offenbacher Ostkreis.

Und auch der EVO-Turm hat eine neue Bestimmung gefunden. Nachdem man in den Turm Geschossdecken eingezogen und die Holzlamellen zu Fenstern umgebaut hatte, wurde er immer wieder als Lager genutzt. Als das Hessische Denkmalschutzgesetz am 5. September 1986 in Kraft trat, stellten die Behörden den ehemaligen Gasturm unter Denkmalschutz. In Verbindung mit den angrenzenden Gebäuden sanierte die EVO den Turm – seit dieser Zeit diente er bis zum Jahr 2011 als Firmengalerie, in der jedes Jahr Künstler aus der Region ihre Werke ausstellten. Aus Brandschutzgründen mussten die Ausstellungen eingestellt werden. Seit dem Jahr 2015 nutzt die EVO ihre „Alte Schlosserei“ für Kinoveranstaltungen, Konzerte, Lesungen und Performances.

zur Pressemitteilung zur Luminale 2016



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