31. Dezember 2025
Fernwärme-Gestattungsvertrag unterzeichnet / Laufzeit bis ins Jahr 2055 / „Weg ist frei für massive Investitionen“

OFFENBACH, 31. Dezember 2025. Die Stadt Offenbach hat dieser Tage mit der Energieversorgung Offenbach AG (EVO) einen neuen Fernwärme-Gestattungsvertrag geschlossen. Damit führen die Partner ihre Kooperation bei der Versorgung der Offenbacher Bürgerschaft mit Wärme fort. Dank des Vertrags darf die EVO auch weiterhin ihre Leitungen und Rohre sowie technische Anlagen wie Übergabestationen oder Schächte auf öffentlichen Flächen verlegen, betreiben und warten. Wie Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke sagte, datiert der bisherige Gestattungsvertrag aus dem Jahr 1981. Der neue Vertrag sieht eine feste Laufzeit von nahezu 30 Jahren vor; er beginnt am 1. Januar 2026 und endet frühestens am 30. Juni 2055. Für Dr. Schwenke ist der neue Vertrag ein „Signal für eine starke und sichere Energiepartnerschaft“. Damit sei die Wärmeversorgung der Bürgerinnen und Bürger langfristig gesichert.
Der EVO-Vorstandsvorsitzende Dr. Christoph Meier wertete die Vereinbarung als „Meilenstein“ für die Wärmeversorgung in der Region. Mit dem Vertrag sei nun der Weg frei für die massiven Investitionen in den Umbau des Wärmesystems und den Ausbau des Energiewerks im Offenbacher Stadtwald. Bekanntlich soll das EVO-Energiewerk in den nächsten Jahren weiter optimiert und zum Innovationsstandort für die Dekarbonisierung ausgebaut werden. „Wir werden dort die Auskopplung von Abwärme deutlich erhöhen – ohne eine einzige Tonne Abfall mehr zu verbrennen“, urteilte Dr. Meier und fügte hinzu: „Für uns ist es ein zentrales Thema, wie wir neue, nachhaltige Wärmequellen einbinden können. Das Energiewerk soll in Zukunft Dreh- und Angelpunkt unserer Wärmeversorgung werden.“ Unter anderem sollen Anlagen für die Nutzung des Turbinen-Abdampfs und der Abwärme aus Rauchgasen errichtet und ein Fernwärmespeicher gebaut werden. Abwärme wird auch in anderer Hinsicht eine bedeutende Rolle bei der Wärmeversorgung spielen – und zwar am EVO-Campus. Dort wird die EVO eine Energiezentrale errichten, in der die Abwärme des benachbarten Rechenzentrums für die Fernwärme genutzt wird.