Wir treiben die Energiewende voran!
In den kommenden Jahren investieren wir mehrere 100 Mio. Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Energiesystems hier vor Ort. Wir integrieren mehr vorhandene Abwärme in unser Fernwärmenetz und Modernisieren unser Hochspannungsnetz, um künftig mehr Strom für Anwendungen wie Photovoltaik, Wärmepumpen und Elektromobilität bereitzustellen zu können. Als Unternehmen haben wir uns vorgenommen bis 2040 klimaneutral zu sein. So setzen wir konkrete Maßnahmen für die Energiewende in Stadt und Kreis Offenbach um.
Klimaneutral –
Was bedeutet das konkret?
Wir wollen unsere Treibhausgasemissionen aus dem eigenen Betrieb (Scope 1), aus eingekaufter Energie (Scope 2) sowie aus wesentlichen vor‑ und nachgelagerten Bereichen unserer Wertschöpfungskette (wesentliche Scope‑3‑Kategorien1) so weit wie möglich reduzieren und unvermeidbare Restemissionen anteilig durch eigene CO₂‑Entnahme ausgleichen – sofern die dafür notwendige Infrastruktur und geeignete Rahmenbedingungen zur Verfügung stehen.
Was wir schon erreicht haben
Unser Portfolio besteht aus 45 Windenergieanlagen, verteilt über fünf Windparks in Hessen und Rheinland-Pfalz mit einer Gesamtleistung von rund 114 MW. Unsere Windenergieanlagen versorgen rechnerisch rund 240.000 Menschen im Jahr mit Strom aus erneuerbaren Energien.
Wir betreiben unter anderem eine Photovoltaik-Anlage auf unserem Betriebsgelände und eine weitere Dachanlage auf den Tribünendächern des Sparda-Bank-Hessen-Stadions (Kickers Offenbach).
Wir haben inzwischen über 50 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Stadt und Kreis in Betrieb. Dort wird Ökostrom aus 100% erneuerbaren Energien – nachgewiesen über Herkunftsnachweise – angeboten. Damit schaffen wir zusätzliche Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge in der Region.
Weitere Informationen zu Standorten, Tarifen und Nutzung finden Sie hier.
Unsere CO₂-Bilanz –
transparent und nachvollziehbar
Wir erfassen unsere CO₂-Emissionen systematisch nach dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol (GHG). So machen wir sichtbar, wo wir auf dem Weg zur Klimaneutralität stehen – und wo wir noch nachsteuern müssen.
Unsere bisherigen Maßnahmen zeigen bereits Wirkung: Durch die optimierte Steuerung unserer Anlagen und die Umstellung unseres Stromeigenverbrauchs auf Ökostrom aus 100% erneuerbaren Energien (mit Herkunftsnachweisen) konnten wir unsere Emissionen senken. Im Geschäftsjahr 2025 lagen die Emissionen aus dem eigenen Betrieb (Scope 1) um 18 % niedriger als im Geschäftsjahr 2022. Das motiviert uns, weiterzugehen.
Das haben wir vor: Unsere Bausteine auf dem Weg zur Klimaneutralität
Wir wollen in den nächsten Jahren vollständig aus der Kohle aussteigen und das Wärmesystem für zehntausende Menschen in Offenbach, Heusenstamm, Dietzenbach und Gravenbruch (Neu-Isenburg) bis 2040 klimaneutral betreiben.
Höhere Wärmeauskopplung
aus dem EVO-Energiewerk

Das EVO-Energiewerk, in dem wir mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme erzeugen, wird als Innovationsstandort weiter ausgebaut und in den nächsten Jahren technisch optimiert.
Die Auskopplung von Abwärme soll künftig deutlich erhöht werden, ohne eine einzige Tonne Abfall mehr zu verbrennen. Unter anderem werden Anlagen für die Nutzung des Turbinen-Abdampfs und der Abwärme aus Rauchgasen errichtet. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine Anlage zur Abscheidung des klimaschädlichen Kohlendioxids (Carbon Capture) folgen.
Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren

Zukünftig nutzen wir Abwärme aus einem Rechenzentrum in unmittelbarer Nähe zu unserem EVO-Campus: Über Wärmetauscher und eine Wärmepumpe wird sie in unser Fernwärmenetz eingespeist. Anstatt dass die Wärme ungenutzt in die Umwelt entweicht, machen wir sie nutzbar für unsere Kundinnen und Kunden. Die verfügbare Wärmemenge im Endausbau entspricht rund zehn Megawatt und sorgt rein rechnerisch in mehr als 1.300 Drei-Personen-Haushalten für warmes Wasser und warme Heizkörper.
In der Region Offenbach siedeln sich zunehmend Rechenzentren an. Wir stehen in Verhandlungen mit weiteren Rechenzentren-Betreibern, um weitere Abwärme für die Wärmewende der Region nutzbar zu machen.
Energieinfrastruktur für die Region:
das EVO-Zukunftsnetz

Die Region Stadt und Kreis Offenbach wächst enorm – und damit auch ihr Energiebedarf. Mehr als 250 Millionen Euro werden wir in den nächsten Jahren in den Ausbau unseres Hochspannungsnetzes für Stadt und Kreis Offenbach investieren. Ohne dieses rundum modernisierte „Zukunftsnetz“ wäre kein Ausbau der E-Mobilität, die Ansiedlung neuer Rechenzentren als Motor einer sich zunehmend digitalisierenden Wirtschaft und kein verstärkter Einsatz von Solaranlagen oder von Wärmepumpen möglich. Der Ausbau des Hochspannungsnetzes unterstützt somit den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region.
